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FED-Sitzung erwies sich als ein relativ unbedeutendes Ereignis


01.02.18 12:45
State Street Global Markets

Boston (www.anleihencheck.de) - Wie allgemein erwartet, erwies sich die letzte Sitzung der Federal Reserve mit Janet Yellen als FOMC-Mitglied und Vorsitzende der Notenbank als ein relativ unbedeutendes Ereignis, so Lee Ferridge, Leiter der Abteilung Multi Asset Strategy für Nordamerika bei State Street Global Markets.

Die FED habe die Leitzinsen, das Programm zur Bilanzverkürzung und ihr nach der Sitzung veröffentlichtes Statement unverändert belassen. An den Finanzmärkten sei eine Leitzinserhöhung im März jetzt mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent eingepreist und es gebe nach Meinung der Experten kaum ein Argument, dass gegen diese Einschätzung spreche. Eine derart geringe Marktreaktion auf Sitzungen der Federal Reserve könnte in 2018 zur Norm werden. So rechne die Notenbank im Rahmen ihres sogenannten "Dotplots", also dem durchschnittlich prognostizierten langfristigen Leitzinspfad, mit drei Zinserhöhungen. Diese Einschätzung werde von den Marktteilnehmern weitestgehend geteilt.

Um eine maßgebliche Änderung des erwarteten Leitzinspfads für 2018 hervorzurufen, müssten sich die Konjunktur und/oder die Inflation deutlich anders entwickeln als erwartet. Das erscheine zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch unwahrscheinlich. Das Steuerreformpaket dürfte die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nur wenig beflügeln, sodass sich das Wachstum weiterhin im niedrigen zweiprozentigen Bereich bewegen sollte. Wie in den vergangenen Jahren dürfte zudem kaum ein wirklich gleichbleibender Inflationsdruck zu spüren sein. (Ausgabe vom 31.01.2018) (01.02.2018/alc/a/a)