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FED: Jay Powell hat Ärger des Präsidenten auf sich gezogen


02.08.18 12:45
Aberdeen Standard Investment

London (www.anleihencheck.de) - Für einen Richtungswechsel der FED war nicht der richtige Tag, so James McCann, Senior Global Economist bei Aberdeen Standard Investments.

Jay Powell habe den Märkten einen klaren und konsistenten politischen Ausblick übermitteln wollen und sich dabei weder von Kurzzeitdaten noch von steigenden oder fallenden Märkten beeinflussen lassen. Die Investoren würden wissen, wo Powells Fokus liege, und würden das Statement daher weitestgehend mit einem Achselzucken hinnehmen.

Es werde interessant werden, die Kommunikation der FED bis September zu beobachten, wenn die Experten von der Zentralbank eine dritte Zinsanhebung im Jahr 2018 erwarten würden. Jay Powell habe für seine Zinserhöhungen bereits jetzt den Ärger des Präsidenten auf sich gezogen. Diese politische Einmischung sei eindeutig nicht hilfreich, könnte sich aber wiederholen, während der September näher rücke. Schlussendlich würden Trumps Tweets Powell nicht von seinem Kurs abbringen, aber sie würden seinen Mut auf die Probe stellen, sich durch das Minenfeld an Fragen zu navigieren, das ihn zwangsläufig erwarte. (02.08.2018/alc/a/a)