FED: Frühzeitige Straffung mit einem methodischen Ansatz zur Inflationsbekämpfung und für eine sanfte Landung


02.05.22 11:07
La Française AM

Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Nach einer vorsichtigen Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte auf der März-Sitzung wird erwartet, dass der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) auf seiner Sitzung am 3. und 4. Mai zur Bekämpfung der Inflation die Zinsen um 50 Basispunkte anheben wird, so François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM.

Darüber hinaus dürfte der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, offiziell den Bilanzabbauplan bekannt geben.

Unsere Erwartungen:

- Der FOMC werde den Zielkorridor der Leitzinsen auf 0,75-1,0 % anheben. Der Vorsitzende Powell werde seine Bereitschaft signalisieren, die Zinssätze auf einer oder mehrerer kommender Sitzungen um weitere 50 Basispunkte anzuheben, da der Inflationsdruck weiterhin stark und der Arbeitsmarkt "extrem angespannt" sei. La Française AM gehe davon aus, dass Powell eine höhere Zinserhöhung (d. h. eine Anhebung um 75 Basispunkte) nicht ausschließen werde, auch wenn sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Debatte stehe. Er werde betonen, dass das Tempo der geldpolitischen Straffung von den Daten abhängig sein werde.

- Powell werde erneut bekräftigen, dass es notwendig sei, die Leitzinsen "zügig" auf ein neutraleres Niveau (2,25-2,50 %) zu bringen; der Grad der Überschreitung werde von den Inflationsprognosen abhängen.

- Die FED werde eine quantitative Straffung ankündigen, indem sie die Kapitalerträge aus ihren Wertpapierbeständen nicht mehr reinvestiert. Dem FOMC-Protokoll vom März zufolge werde der Prozess eine monatliche Obergrenze von 95 Mrd. USD (60 Mrd. USD für Treasuries und 35 Mrd. USD für hypothekenbesicherte Wertpapiere) umfassen, wobei die Obergrenzen schrittweise "über einen Zeitraum von drei Monaten oder geringfügig länger, wenn die Marktbedingungen dies rechtfertigen", eingeführt würden. La Française AM gehe davon aus, dass der Abfluss im Juni beginne.
La Française AM gehe davon aus, dass die FED trotz anhaltender Risiken (z. B. Chinas strikte Null-Covid-Politik, Krieg in der Ukraine) an ihrer hawkishen Haltung festhalten werde. Diese Sitzung könnte die US-Zinssätze nach oben treiben. (02.05.2022/alc/a/a)





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