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Eurozone: Inflation im Juni höher als vom Konsens erwartet


01.07.20 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Inflation in der Eurozone lag im Juni höher als vom Konsens erwartet worden war, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Der Anstieg von 0,3% p.a. sei vor allem auf einen geringeren negativen Einfluss der Energiepreise zurückzuführen. Die Länder Italien, Spanien, Irland und Griechenland hätten aber sogar ein Fallen der Verbraucherpreise verzeichnet.

In den USA habe sich die Konsumentenstimmung stärker verbessern können als erwartet. Der entsprechende Indikator des Conference Boards habe eine deutlich über den Erwartungen (91,8) liegende Verbesserung verzeichnet und sei von 86,6 auf 98,1 gestiegen. Anzumerken sei jedoch, dass der Erhebungszeitraum am 18. Juni geendet habe, bevor die Neuinfektionszahlen in einigen US-Bundesstaaten wieder stärker angestiegen seien. So sei für gestern wieder ein sehr hoher Anstieg an Neuinfizierten in den USA registriert worden. US-Renditen hätten sich jedoch noch unbeeindruckt gezeigt und so sei die 10-jährige Rendite im Tagesverlauf um 5 BP auf 0,68% angestiegen. EUR/USD habe seitwärts tendiert.

Für heute stünden einige weitere Sentimentindikatoren an. Beim ISM Manufacturing PMI werde mit einer Erholung von 43,1 auf 49,5 gerechnet. In der Eurozone stünden PMI Indikatoren für das verarbeitende Gewerbe auf dem Kalender. Nachdem die Schnellschätzungen für Frankreich und Deutschland bereits eine deutlich über den Erwartungen liegende Verbesserung ausgewiesen hätten, würden heute Daten für Italien und Spanien veröffentlicht. Vor allem in Spanien, wo die Erholung letzten Monat nur moderat ausgefallen und auf 38,3 Punkte angestiegen sei, würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG mit einer stärkeren Erholung auf 45 rechnen. In Italien würden sie nur einen leichten Anstieg von 45,4 auf 47,5 ansetzen. (01.07.2020/alc/a/a)