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Eurozone: Die Aufmerksamkeit dürfte sich heute auf die Ratingagenturen richten


08.05.20 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Am Datenkalender ist heute mit dem US-Arbeitsmarktbericht, der ein ganzes Paket von wichtigen Wirtschaftsindikatoren umfasst, ein Highlight vermerkt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Der Konsensus erwarte einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 16% und einen Rückgang der Beschäftigung um 22 Mio. Gemäß den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung könnte die Arbeitslosenquote sogar deutlich höher ausfallen. Allerdings sei aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus und der Geschäftsbeschränkungen damit zu rechnen, dass sich auch die Partizipationsrate merklich reduziert habe (Anteil der Erwerbsfähigen, die laut Umfrage für einen unmittelbaren Arbeitsantritt bereitstünden und Arbeit suchen würden). Selbst das erwartete, historisch einzigartige Hochschnellen der Arbeitslosigkeit beschönige also die Situation und spielgele die wahre Unterauslastung am Arbeitsmarkt nicht im vollen Ausmaß wieder.

In der Eurozone dürfte sich heute die Aufmerksamkeit auf die Ratingagenturen richten. Laut Turnus habe Moody’s die Möglichkeit neue Einschätzungen zu Italien und Griechenland bekanntzugeben. Weiters stehe die Slowakei bei Fitch auf dem Prüfstand.

Am Primärmarkt seien gestern Frankreich und Spanien aktiv gewesen. Paris habe vier Anleihen mit Laufzeiten 2028 bis 2060 auktioniert und dabei ein Gesamtvolumen von rund EUR 11 Mrd. aufgenommen. Die Iberer hätten sich mittels Emissionen von fünf Anleihen mit Laufzeiten 2023 bis 2050 ein Gesamtvolumen von EUR 7,1 Mrd. geholt. (08.05.2020/alc/a/a)