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Euroraum: Renditedifferenz zur USA nach FED-Sitzung etwas geringer


08.07.21 08:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Euroraum ist im Juni mit 63,4 Punkten erneut auf ein neues Rekordhoch gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Die zunehmenden Öffnungsschritte hätten auch den Einkaufsmanagerindex der Dienstleistungen mit 58,0 Punkten auf den höchsten Stand seit gut einer Dekade gehievt.

Angesichts anhaltend hoher Rohstoffpreise, starker Basiseffekte und sich eher noch ausweitenden Engpässen in den Lieferketten seien die Erzeugerpreise in der Eurozone im Mai um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Nach vorläufigen Daten sei die Verbraucherpreisinflation im Juni dennoch um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat auf 1,9% bzw. 0,9% in der Kernrate gesunken. Im zweiten Halbjahr sollte sich in Deutschland der Inflationsanstieg beschleunigen, in anderen EU-Ländern evtl. je nach Öffnungsgrad und Pandemiefortgang.

Die EZB habe im März die Ankäufe im Rahmen ihres Pandemie-Anleiheankaufprogramms (PEPP) beschleunigt. In der Juni-Sitzung sei erneut ein forciertes Ankauftempo für die kommenden Monate beschlossen worden. Die falkenhaftere Botschaft der US-Notenbank vom 16. Juni dürfte der EZB den Ausstieg aus dem PEPP-Programm im Frühjahr 2022 ohne eine stärkere Aufwertung des Euro ermöglichen.

Im Gegensatz zu den USA seine die Renditen im Zehn-Jahres-Bereich nach der FED-Sitzung etwas angestiegen. Auf Sicht von sechs Monaten könnte die Rendite zehnjähriger Bunds von aktuell -0,21 Prozent (Stand: 05.07.2021) auf 0,00 Prozent ansteigen. (Zinsbulletin Juli 2021) (08.07.2021/alc/a/a)