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Europäische Zentralbank dürfte die Aufmerksamkeit auf ihre Wertpapierkäufe lenken


12.11.21 09:00
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Geldmarkt-Futures und längerfristige Geldmarksätze waren in den vergangenen Wochen außergewöhnlich volatil, so die Analysten der DekaBank.

Steigende Inflationserwartungen für den Euroraum und Straffungssignale ausländischer Zentralbanken hätten viele Marktteilnehmer darauf schließen lassen, dass auch die EZB die Leitzinsen schneller anheben würde. Eine Gegenbewegung habe eingesetzt, nachdem sich zahlreiche Ratsmitglieder gegen einen zeitnahen Kurswechsel ausgesprochen hätten und auch die Bank of England ihre Leitzinsen zunächst unverändert gelassen habe. Nach Erachten der Analysten würden die Geldmarkt-Futures nach wie vor von zu frühen Leitzinserhöhungen durch die EZB ausgehen. Allerdings dürfte ihre Argumentation, dass ein lediglich temporärer Anstieg der Inflation keine Straffung rechtfertige, erst bei wieder rückläufigen Inflationsraten an Glaubwürdigkeit gewinnen. In der Zwischenzeit dürfte die EZB die Aufmerksamkeit auf ihre Wertpapierkäufe lenken. Bei ihrer Sitzung im Dezember dürfte sie die Einstellung des PEPP im März nächsten Jahres bestätigen, was aber keine größeren Auswirkungen auf den Geldmarkt haben sollte. (Ausgabe November 2021) (12.11.2021/alc/a/a)