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Europa hinkt den USA auch bei der Inflation hinterher


11.06.21 12:00
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - Nach der gestrigen fünfprozentigen US-Inflationszahl für Mai stehen nächste Woche die europäischem Steigerungsraten für die Verbraucherpreise an, so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Quintet Private Bank.

"Europa hinkt nicht nur beim Wachstum, sondern auch beim Inflationsanstieg den USA hinterher", sage Greil. Der Chefstratege von Merck Finck rechne zwar "sowohl für Deutschland als auch für andere europäische Länder mit weiter anziehenden Inflationstrends, wobei der Höhepunkt in Europa anders als in den USA erst nach dem zweiten Quartal erreicht werden dürfte". Aber: "Mittelfristig dürfte sich der Inflationstrend sowohl dies- wie jenseits des Atlantiks wieder auf niedrigeren Niveaus normalisieren." Längerfristig sehe Greil "weniger Inflation bei den Verbraucherpreisen, sondern vielmehr bei den Assetpreisen."

Die Inflationsdaten für Mai würden von den Statistikbehörden am Dienstag für Deutschland, am Mittwoch für Großbritannien und am Donnerstag für die Eurozone gemeldet. Am Freitag stünden sie dann auch noch in Japan auf der Agenda. Hinzu kämen weitere Veröffentlichungen zu Preistrends: die Produzentenpreise im Mai am Dienstag für die USA, am Mittwoch in Großbritannien und am Freitag in Deutschland.

Weitere wichtige Veröffentlichungen seien die Handelsbilanz des Euroraums für April am Dienstag sowie in Großbritannien der Arbeitsmarktbericht am Dienstag und die Einzelhandelsumsätze im Mai am Freitag.

In den USA sei die FED-Sitzung am Mittwoch das Highlight der Woche. Neben zahlreichen Immobiliendaten stünden in Amerika nächste Woche am Dienstag noch Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze für Mai auf der Agenda. Tags darauf melde auch China diese Monatszahlen für den Mai. (11.06.2021/alc/a/a)