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Euro-Zone: Ist die Konjunktur stabil genug für eine geldpolitische Wende?


12.01.18 16:51
IKB Deutsche Industriebank

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die aktuell gute Konjunkturlage in der Euro-Zone reicht nicht als Argument für eine schnelle geldpolitische Wende der EZB. Denn aktuelle Daten eignen sich nur eingeschränkt für Konjunktur- und Inflationsprognosen, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.

Zudem sei die Konjunktur der Euro-Zone angesichts der hohen Schuldenquoten strukturell abhängig von der EZB-Politik. Diese Abhängigkeit könne, wie das letzte Jahr gezeigt habe, durch ein anhaltend gutes globales Konjunkturumfeld reduziert werden.

Komme es in diesem und im nächsten Jahr zu der von vielen Volkswirten erwarteten globalen Konjunkturdynamik, so sei auch mit einem erhöhten Inflationsrisiko zu rechnen, was die EZB zu einer Beendigung ihres Aufkaufprogramms in 2018 sowie zur Abkehr von der negativen Zinspolitik bewegen sollte. Weitere Schritte der EZB würden dann von der weiteren realwirtschaftlichen Entwicklung abhängen. (12.01.2018/alc/a/a)