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Euro-Outs-Staatsanleihen: Macron siegt und Gegenbewegung setzt ein


12.06.17 09:45
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Kurse europäischer Staatsanleihen außerhalb des gemeinsamen Währungsraumes tendierten zunächst schwächer, so die Experten von Union Investment.

Allgemein gute Konjunkturdaten hätten dabei ebenso eine Belastung dargestellt wie eine geringere Risikobereitschaft der Anleger. Diese seien zunächst von der Stichwahl in Frankreich um das Präsidentenamt verunsichert gewesen. Ein Sieg der europakritischen Marine Le Pen hätte auch deutlich negative Auswirkungen auf die unmittelbaren Nachbarländer des Euroraums gehabt. Der deutliche Wahlsieg von Macron habe die Marktteilnehmer dann jedoch spürbar aufatmen lassen und es habe eine Gegenbewegung eingesetzt.

Im Großteil der Länder sei es, mit Ausnahme von Tschechien und Russland, zu leicht rückläufigen Renditen gekommen. Größere Zuwächse habe es in Skandinavien gegeben, vor allem aber in Ungarn. Hier sei die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen im Monatsvergleich um 21 Basispunkte zurückgegangen. Im Mittelpunkt hätten einmal mehr britische Papiere gestanden.

An den Devisenmärkten sei die Reaktion prompt gefolgt und das Britische Pfund habe zur Schwäche geneigt. Die Auswirkungen auf den Rentenmarkt seien hingegen noch überschaubar gewesen. Zehnjährige Gilts hätten gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert tendiert. (Ausgabe Mai 2017) (12.06.2017/alc/a/a)