Euro-Bund-Future (Kontrakt Dez 20) (Monatschart): Tiefere Hochs = Distributionsphase? Chartanalyse


17.09.20 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die langfristige Betrachtung des Euro-Bund-Future (ISIN: DE0009652644, WKN: 965264) fördert mal wieder eine Reihe von interessanten Erkenntnissen zu Tage, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Auf Monatsbasis steche sofort die schwankungsintensive März-Kerze ins Auge. Damals habe das Rentenbarometer eine Hoch-Tief-Spanne von 12 "big figures" gezeigt! Die gesamte Kursaktivität der letzten sechs Monate vollziehe sich dagegen innerhalb der seinerzeit gesetzten Leitplanken von 179,56 und 167,52. In der Konsequenz liege also eine ganze Reihe von "inside months" vor. D. h. eine strategische Weichenstellung ergebe sich erst bei einem Ausbruch aus der Handelsspanne vom März. Darüber hinaus sei auffällig, dass weder das Hoch vom März noch das jüngste Verlaufshoch (178,01) an das bisherige Allzeithoch bei 179,67 heranreichen. Vielmehr stehe jeweils ein tieferes Hoch zu Buche. Letzteres unterstreiche die Gefahr eines Distributionsprozesses, zumal auch der trendfolgende MACD eine negative Divergenz ausweise und gerade im Begriff sei ein neues Ausstiegssignal zu generieren. Die verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte zwischen 169 und 167,52 - verstärkt durch die 38-Monats-Linie (167,49) sowie die o. g. Innenstäbe - würden die absolute Schlüsselbastion markieren. (17.09.2020/alc/a/a)