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Erwartung einer baldigen US-Zinswende prägt den Devisenmarkt


13.01.22 11:00
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Seit Jahresbeginn prägt die Erwartung einer baldigen US-Zinswende den Devisenmarkt, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Die Wahrscheinlichkeit für eine erste US-Zinserhöhung um 0,25% im März habe fast 80% erreicht. Auch würden nun bis Jahresende fast 4 Erhöhungen eingepreist. Gestern die Enttäuschungen: Die US-Inflation für Dezember habe mit 7,00% genau die Prognose getroffen. Im November habe sie bei 6,80% gelegen. Die US-Kerninflation habe 5,50% erreicht. Auch die Anhörung von FED-Präsident Jerome Powell im Senat, der für eine zweite Amtsperiode kandidiere, habe kaum neue Hinweise gebracht, die einen stärkeren US-Dollar rechtfertigen würden.

Powell habe ausgewogen agiert und die Linie der FED wiederholt, 2022 restriktiver zu agieren. Damit habe er auch seine Wiederbestellung nicht in Gefahr bringen wollen. Eine Inflation in den Erwartungen und ein zurückhaltender Notenbankpräsident hätten dem US-Dollar einen kleinen Dämpfer versetzt. Zu viel sei schon eingepreist und der Euro habe gegenüber dem USD zulegen können. EUR/USD habe die Hürde 1,1380 übersprungen und 1,1450 erreicht. Eine kleine Korrektur habe begonnen. Das erste Ziel betrage 1,1510. EUR/USD werde für heute seitwärts zwischen 1,1390 und 1,1510 erwartet. (13.01.2022/alc/a/a)