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Erhöhte Risikoaversion dürfte auch heute wieder auf den Rentenmärkten lasten


06.09.17 09:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die erhöhte Risikoaversion der Marktteilnehmer aufgrund der geopolitischen Spannungen um Nordkorea dürfte auch heute wieder auf den Märkten lasten, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Datenseitig würden sie den amerikanischen ISM Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe als die wichtigste Veröffentlichung ansehen. Nach dem überraschenden Rückgang im Juli würden sie hier für August mit einer Gegenbewegung rechnen. Mit einem erwarteten Anstieg auf 56,0 Punkte seien sie sogar etwas optimistischer als der Konsens.

Die US-Notenbank werde heute ihren sechswöchentlichen Konjunkturbericht, das sog. Beige Book, präsentieren. Hiervon seien keine Überraschungen zu erwarten. Die FED dürfte weiterhin das Bild einer moderat wachsenden US-Wirtschaft zeichnen.

In der Eurozone seien heute datenseitig nur die deutschen Industrie-Auftragseingänge für Juli von Relevanz. Wie von den Analysten erwartet seien diese im Monatsvergleich um -0,7% zurückgegangen.

Am Primärmarkt habe gestern Österreich EUR 700 Mio. einer Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2027 und EUR 500 Mio. einer Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2037 platziert. Bei einer soliden Nachfrage (bid/cover ratio von 2,36 bzw. 1,78) sei eine durchschnittliche Emissionsrendite von 0,543% bzw. 1,144% erreicht worden. Heute plane Deutschland eine Nullkuponanleihe mit Laufzeit 2022 um EUR 3 Mrd. aufzustocken. Griechenland werde dreimonatige Schatzanweisungen begeben. (06.09.2017/alc/a/a)