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Ende der Anleihenkäufe in Sicht?


12.01.18 12:45
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Weltweit zeichnet sich eine langsame Normalisierung der Geldpolitik ab, so die Börse Stuttgart.

In diesem Jahr könnte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre umstrittenen Anleihekäufe beenden. Einiges spreche dafür, zum Jahresbeginn habe die EZB das Kaufvolumen bereits auf 30 Milliarden Euro pro Monat gedrosselt. Einige Ratsmitglieder würden für ein Ende im September plädieren. Zahlreiche Ökonomen würden dies auch erwarten. Die Konjunktur spreche dafür.

Das Wachstum der Euro-Zone habe im vergangenen Jahr sämtliche Prognosen von Ökonomen deutlich übertroffen und sei zudem höher als in den USA und Großbritannien gewesen. Die wirtschaftlichen Aussichten für 2018 seien weltweit günstig. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechne mit einem Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr um 3,7 Prozent. Dies dürfte sich auch auf die Geldpolitik auswirken und den Befürwortern einer strafferen Geldpolitik Argumente liefern. Für die Euro-Zone würden Experten ein Wachstum im Schnitt von 2 bis 2,5 Prozent erwarten.

Luxemburg bringe als weltweit erstes Land ein Gesetz für grüne Anleihen auf den Weg und setze damit im stark wachsenden Markt der grünen und nachhaltigen Finanzinstrumente (Green Finance) einen Standard. Bei dem Gesetz werde es sich um die rechtlichen Grundlagen für eine bestimmte Art von Anleihen handeln. Luxemburg werde gesetzgeberisch im Bereich des Pfandbriefs - des sogenannten Lettre de Gage - tätig. Damit entstehe in dem Großherzogtum der grüne Pfandbrief auf Gesetzesbasis. (12.01.2018/alc/a/a)