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Emerging Markets: Ernste Verwerfungen nicht erwartet


06.09.21 12:30
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die schwachen Konjunkturdaten aus Asien und das Näherrücken des erwarteten Tapering-Beginns in den USA haben Schwellenländeranlagen in den vergangenen Wochen nicht merklich belastet, so die Analysten der DekaBank.

EM-Aktien hätten sich wieder erholen können, obwohl die Unsicherheit um die zunehmende Regulierung durch die chinesische Regierung anhalte. In Asien seien die Konjunkturrisiken aufgrund der Pandemie und der Abkühlung der chinesischen Wirtschaft eher nach unten gerichtet. Die US-Notenbank dürfte wohl noch in diesem Jahr beginnen, ihr Anleiheankaufprogramm allmählich zurückzufahren. Beides spreche für Rückschlaggefahren bei Schwellenländeranlagen.

Ernste Verwerfungen würden die Analysten jedoch nicht erwarten, denn die globalen Anleiherenditen dürften zwar moderat steigen, doch im historischen Vergleich niedrig bleiben. Asien dürfte die Pandemie aufgrund des Impffortschritts mittelfristig unter Kontrolle bekommen. Die gute Entwicklung der Unternehmensgewinne und günstige Bewertungen seien positiv für die Aktienmärkte. Die Währungen in Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa würden durch eine restriktivere Geldpolitik Unterstützung erhalten. (Ausgabe vom 03.09.2021) (06.09.2021/alc/a/a)