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EZB reduziert ihre Anleihekäufe ab Januar - Ende des Programms ist offen


07.11.17 08:45
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird das monatliche Volumen ihrer Wertpapierkäufe ab Januar auf 30 Mrd. Euro halbieren, so die Analysten der DekaBank.

Präsident Draghi habe jedoch betont, dass das Ende dieses Programms nach wie vor offen sei und bei Bedarf auch nach September 2018 weitere Käufe stattfinden könnten. Mit Blick auf den Geldmarkt sei noch wichtiger, dass die EZB an der Aussage festhalte, die Leitzinsen weit über das Ende der Nettokäufe hinaus auf ihren derzeitigen Niveaus belassen zu wollen. Marktteilnehmer hätten daraufhin ihre Erwartungen für die erste Anhebung des Einlagensatzes in das Frühjahr 2019 verschoben. Die Analysten der DekaBank antizipieren diesen Zinsschritt tendenziell noch ein wenig später. Auch die Wiederanlage von Rückflüssen aus fällig werdenden Anleihen wolle die EZB über das eigentliche Ende der quantitativen Lockerung hinaus fortsetzen. Ihre Wertpapierbestände und damit die Überschussreserven im Bankensystem würden daher bis auf weiteres sehr hoch bleiben. Entsprechend sollten die EONIA- und EURIBOR-Sätze vorerst nur knapp oberhalb des Einlagensatzes von -0,40% notieren. (Ausgabe November/Dezember 2017) (07.11.2017/alc/a/a)