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EZB dürfte ihre Absicht einer stark expansiven Ausrichtung unterstreichen


09.07.21 12:02
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Bei ihrer Ratssitzung im Juni hat die EZB beschlossen, die Wertpapierkäufe des PEPP mit zunächst unverändertem Tempo fortzusetzen, so die Analysten der DekaBank.

Kurz darauf hätten einige Mitlieder jedoch zu verstehen gegeben, dass sie Spielraum für eine Drosselung der Käufe gesehen hätten. Zudem hätten sie auf den Ausnahmecharakter dieses Programms hingewiesen, weshalb sie seine Fortführung nicht vom Inflationsausblick abhängig machen wollten. Der EZB-Rat dürfte sich bemühen, diese Meinungsverschiedenheiten bis zu seiner Sitzung am 9. September auszuräumen, da dann die nächste Überprüfung des PEPP vorgesehen sei.

Die Analysten würden davon ausgehen, dass die EZB bei dieser Sitzung einerseits die erste Reduktion der monatlichen Anleihekäufe ankündigen werde. Andererseits dürfte sie ihre Absicht einer noch für längere Zeit stark expansiven Ausrichtung unterstreichen. Damit sollte das Auslaufen des PEPP nur geringe Auswirkungen auf den Geldmarkt haben: Die Überschussreserven würden langsamer wachsen, aber weder bei den aktuellen noch den in Futures eingepreisten Geldmarktsätzen sei mit nennenswerten Anstiegen zu rechnen (Ausgabe Juli 2021). (09.07.2021/alc/a/a)