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EZB berät über künftige Geldpolitik


11.06.18 08:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Das bewegende Thema wird heute wohl noch der am Wochenende von US-Präsident Trump ausgelöste Eklat zum Abschluss des G7 Gipfels in Kanada sein, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Reaktion auf die Ankündigung von Kanadas Premierminister Justin Trudeau, ab Juli ebenfalls Strafzölle auf ausgewählte amerikanische Produkte zu erheben, habe Trump per Twitter mit Beleidigungen des kanadischen Amtskollegen und dem Widerruf der amerikanischen Zustimmung zum wenige Stunden zuvor einstimmig beschlossenen Abschlusskommuniqué des G7 Gipfels reagiert. Trump habe erneut mit hohen Einfuhrzöllen für nicht in den USA hergestellte Autos bzw. damit gedroht, den Handel mit Ländern gänzlich einzustellen, die ihre Einfuhrzölle für US-Produkte nicht gesenkt hätten. Trumps wichtigste Wirtschaftsberater Kudlow und Navarro hätten die Beleidigungen des kanadischen Premierministers am Sonntag in verschärfter Form fortgesetzt. Die harsche Reaktion des US-Präsidenten sowie dessen erneute - unzutreffende - Behauptung, die USA könnten in einem Handelskrieg nichts verlieren, würden befürchten lassen, dass die USA auf die ab Juli in Kraft tretenden Vergeltungszölle der EU, Kanadas und Mexikos mit einer weiteren Eskalation reagieren würden.

Nach dem turbulenten Wochenauftakt bleibe den Marktakteuren keine Zeit zum Durchatmen. Morgen finde das Gipfeltreffen zwischen dem US-Präsidenten und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur statt, am Mittwoch folge die Zinsentscheidung der US-Notenbank FED und am Donnerstag berate die EZB über die künftige Geldpolitik. (11.06.2018/alc/a/a)