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EZB-Zinssitzung: Adaptionen der Wortwahl erwartet


08.06.17 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Im Zuge der heutigen EZB-Zinssitzung erwarten die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI) Adaptionen der Wortwahl.

Erstens dürfte die Notenbank die wirtschaftlichen Risiken nicht mehr als abwärts gerichtet sondern als ausgeglichen beschreiben. Zweitens dürfte sie bei den Leitzinsen von "easing bias" auf "wait-and-see" umschwenken. Drittens könnte die starke Betonung entfallen, das Anleihekaufprogramm im Falle negativer Entwicklungen auszudehnen. Zuletzt erwarten die Analysten der RBI ein Bekenntnis von EZB-Chef Draghi, dass die Notenbank im September ihren Plan zur Geldpolitik im Jahr 2018 vorstellen wird.

Des Weiteren seien politische Events von Relevanz. In Großbritannien werde das Unterhaus gewählt. Laut letzten Umfragen habe sich der Vorsprung der regierenden Tories reduziert. Premierministerin May könnte also mit ihrem Vorhaben scheitern, mit einer klaren Parlamentsmehrheit in die Brexit-Verhandlungen zu gehen.

In den USA erfolge die Befragung des geschassten FBI-Direktors Comey durch den Geheimdienstausschuss des Senats, welche live im TV zu verfolgen sei. Dabei gehe es nicht darum abzuklären inwieweit das Team von Trump Kontakte zu Russland unterhalten habe als vielmehr, ob man dem Präsidenten eine versuchte Behinderung der Ermittlungsbehörden und somit der Justiz anlasten könne.

Am Primärmarkt habe gestern Deutschland eine Bundesobligation begeben (4/2022; Volumen EUR 3 Mrd. - zugeteilt EUR 2,414 Mrd.; bid/cover 1,56; durchschnittliche Rendite -0,46%). Für heute plane Irland die Aufstockung von Anleihen mit Fälligkeit 5/2026 und 2/2045. (08.06.2017/alc/a/a)