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EZB-Rhetorik deutet auf eher langsamen Kurswechsel hin


12.09.17 10:00
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - EZB-Präsident Draghi hat in Aussicht gestellt, schon auf der nächsten Pressekonferenz am 26. Oktober erste Entscheidungen zum Umfang der Wertpapierkäufe ab Anfang nächsten Jahres bekannt zu geben, so die Analysten der DekaBank.

Die Rhetorik der EZB deute jedoch auf einen eher langsamen Kurswechsel hin. Insbesondere habe ihr Mitarbeiterstab seine Vorhersagen für die Inflation in den Jahren 2018 und 2019 nach unten revidiert und dies vor allem mit der starken Aufwertung des Euro begründet. Die Analysten der DekaBank gehen deshalb davon aus, dass die EZB Ende Oktober lediglich ankündigen wird, die monatlichen Wertpapierkäufe ab Januar auf ca. 40 Mrd. Euro zu verringern. Über alle weiteren Tapering-Schritte dürfte die EZB erst später und in Abhängigkeit vom Inflationsausblick sowie vom finanziellen Umfeld entscheiden. Zudem bekräftige die starke Betonung des Wechselkurses durch die EZB ihre Absicht, die Leitzinsen noch für längere Zeit unverändert niedrig zu lassen. Die Analysten der DekaBank erwarten die erste Anhebung des Einlagensatzes nicht vor Mitte 2019 und einen entsprechend langsamen Anstieg der EONIA- und EURIBOR-Sätze. (September/Oktober 2017) (12.09.2017/alc/a/a)