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EZB-Präsidentin Lagarde: Euro unter Beobachtung


11.09.20 10:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die gestrige Sitzung des EZB-Rates brachte keine Veränderung der Geldpolitik, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Der Leitzzinssatz (0,00%) und der Einlagenzinssatz (-0,50%) seien unverändert geblieben. Das Pandemie-Anleihenkaufprogramm PEPP sei nicht verändert worden und könnte laut EZB-Präsidentin Lagarde bis zum Laufzeitende voll ausgenutzt werden. Die neuen Projektionen (Inflation, Zinsen) seien gegenüber Juni leicht angehoben worden. Die EZB rechne nach einem BIP-Einbruch von 8,00% in diesem Jahr mit einem Anstieg auf 5,00% 2021. In der Pressekonferenz habe sich Christine Lagarde optimistisch über die Wirtschaftsaussichten geäußert.

Die Euro-Stärke sei intensiv im EZB-Rat diskutiert worden. Über die Euro-Stärke scheine die EZB noch nicht übermäßig besorgt. Sie habe betont, dass Wechselkurse nicht gesteuert würden, sondern die Preisstabilität das Mandat der EZB sei. Trotzdem müsse der Wechselkurs sorgfältig beobachtet werden, da er den Preisanstieg dämpfe. Der Euro habe nach Lagardes Aussagen von 1,1840 bis 1,1916 zugelegt, aber nach Gewinnmitnahmen an den Aktienbörsen wieder bis 1,1830 nachgegeben. Die Aussichten lägen bei 1,1800 bis 1,1920. (11.09.2020/alc/a/a)