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EZB: Pandemic Emergency Purchase Programme im Dezember noch einmal aufgestockt?


02.10.20 10:15
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die EZB-Pressekonferenz im September blieb ohne klare Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik, so die Analysten der DekaBank.

Doch bereits kurze Zeit später hätten einige Ratsmitglieder ihrer Bereitschaft unterstrichen, bei Bedarf weiter zu lockern. Im Dezember dürfte die EZB ankündigen, das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) noch einmal aufzustocken und zu verlängern. Demgegenüber würden die Analysten der DekaBank eher nicht mit einer erneuten Senkung des Einlagensatzes rechnen. Gleichwohl dürfte eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt an den Geldmärkten eingepreist bleiben, solange der starke Euro auf dem Inflationsausblick für die Eurozone laste. Mittelfristig dürften diese Erwartungen aber nachlassen, sodass trotz weiter anwachsender Überschussreserven die EURIBOR-Sätze ein wenig ansteigen sollten. Gleichzeitig dürften Marktteilnehmer das mit der PEPP-Aufstockung verbundene Signal dahingehend verstehen, dass die erste Erhöhung der Leitzinsen noch etliche Jahre entfernt sei. Dies könnte die in den längerfristigen EURIBOR-Futures eingepreisten Sätze noch etwas weiter nach unten drücken. (Ausgabe Oktober 2020) (02.10.2020/alc/a/a)