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EZB-Kreise: Rasche Euro-Aufwertung stellt geldpolitische Straffung dar


01.09.17 09:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Einem Medienbericht zufolge ist eine zunehmende Zahl an Währungshütern in der Eurozone besorgt über die rasche Euro-Aufwertung, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Diese stelle laut nicht näher genannten EZB-Kreisen bereits eine geldpolitische Straffung dar. Der Euro habe sich davon jedoch nur kurz beeindruckt gezeigt.

Die gestern beendete dritte Brexit-Verhandlungsrunde habe allenfalls leichte Fortschritte gebracht. Besonders im Hinblick auf die "Austrittsrechnung" seien die Fronten weiterhin verhärtet.

Unterdessen habe der französische Präsident Macron mit der Arbeitsmarktreform gestern sein erstes großes Reformprojekt vorgestellt. Die Arbeitsmarktreform gelte als erster Test für die Reformbereitschaft Macrons.

In der Eurozone seien die Verbraucherpreise im August laut gestriger Veröffentlichung um 1,5% p.a. nach 1,3% p.a. im Juli gestiegen. Dies sei etwas stärker gewesen als vom Konsens erwartet, habe jedoch genau der Schätzung der Raiffeisen Bank International AG entsprochen. Die Kernrate habe ebenfalls wie von ihnen prognostiziert bei 1,3% p.a. verharrt.

Das Augenmerk richte sich heute zweifelsohne auf die USA. Denn mit dem Arbeitsmarktbericht und dem ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe (beide August) würden gleich zwei Datenhighlights veröffentlicht. Den Auftakt mache frühen Nachmittag der Arbeitsmarktbericht. Wir rechnen mit einem schwächeren Beschäftigungszuwachs als zuletzt und einer unveränderten Arbeitslosenquote. Für den ISM Index würden die bereits vorliegenden Stimmungsumfragen für das Verarbeitende Gewerbe auf einen in etwa unveränderten Wert hindeuten. (01.09.2017/alc/a/a)