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EZB: Erste Anhebung des Einlagensatzes nicht vor Mitte 2019 erwartet


10.10.17 12:00
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Auf der EZB-Pressekonferenz am 26. Oktober dürfte Präsident Draghi ankündigen, das Volumen der Wertpapierkäufe ab Januar auf 40 Mrd. Euro im Monat zu reduzieren, so die Analysten der DekaBank.

Er dürfte diese Botschaft jedoch erneut in ein taubenhaftes Gewand kleiden. Erstens würden die Analysten davon ausgehen, dass sich die EZB noch nicht festlegen werde, wann die quantitative Lockerung definitiv ende. Sie dürfte sich offen halten, über die nächsten Tapering-Schritte erst dann zu entscheiden, wenn die Inflationsentwicklung deutlicher nach oben gerichtet sei. Zweitens werde Draghi nochmals zu verstehen geben, dass die EZB in absehbarer Zeit keine Erhöhung der Leitzinsen plane.

Die Analysten würden die erste Anhebung des Einlagensatzes nicht vor Mitte 2019 und damit noch später erwarten, als es derzeit in den längerfristigen Geldmarktfutures eingepreist sei. Solange die Normalisierung der Geldpolitik lediglich die Wertpapierkäufe betreffe, jedoch nicht mit einer Reduktion der Überschussliquidität oder einer Erhöhung der Leitzinsen einhergehe, dürfte sie sich nicht spürbar auf die EONIA- und EURIBOR-Sätze auswirken. (Ausgabe Oktober/November 2017) (10.10.2017/alc/a/a)