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EZB-Entscheidung: Moderate Reduktion der PEPP-Anleiheankäufe


10.09.21 10:45
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Dies sind die Highlights der Sitzung der Europäischen Zentralbank am 9. September 2021, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG.

- Ein "moderat niedrigeres Tempo der Nettokäufe von Vermögenswerten im Rahmen des (...) PEPP" im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Quartalen, was bedeuten dürfte, dass die Käufe auf etwa 60 bis 65 Mrd. Euro zurückgehen würden, statt wie bisher 80 Mrd. Euro im Monat.

- In Bezug auf die Leitzinsen, die Forward Guidance, das APP von zur Zeit 20 Mrd. EUR pro Monat und die TLTRO seien keine Änderungen vorgenommen worden.

- Die BIP- und Inflationsprognosen seien nach oben korrigiert worden. Dennoch werde die Inflation den von Experten der EZB erstellten Projektionen zufolge in den Jahren 2022 und 2023 unter 2% bleiben.

- Aufwärtsrisiken für die Inflation: Lagarde habe das Risiko betont, dass Versorgungsengpässe länger als erwartet andauern würden, was zu höheren Preisen führen und in die Lohnverhandlungen einfließen könnte.

- Die Sitzung im Dezember 2021 werde von entscheidender Bedeutung sein, da auf dieser Sitzung voraussichtlich Beschlüsse über die Zukunft des PEPP und der APP-Anleihekaufprogramme getroffen würden. (10.09.2021/alc/a/a)