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EZB: Draghi erachtet Fortsetzung expansiver Geldpolitik als notwendig


14.06.17 10:15
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In ihren jüngsten makroökonomischen Projektionen geht die EZB von einem etwas stärkeren Wirtschaftswachstum, aber einer langsameren Zunahme der Inflation aus, so die Analysten der DekaBank.

In diesem Zusammenhang habe Präsident Draghi betont, dass er eine Fortsetzung der expansiven Geldpolitik als notwendig erachte. Obwohl die EZB die Risiken für das Wirtschaftswachstum nicht mehr als nach unten gerichtet ansehe und nicht mehr von potenziellen weiteren Leitzinssenkungen spreche, erwarte man vorerst keine Hinweise auf einen bevorstehenden Kurswechsel. Erst im Herbst dürfte die EZB ankündigen, ihre Wertpapierkäufe im kommenden Jahr sukzessive auslaufen zu lassen. Knappheitsrestriktionen würden ihr nicht erlauben, den Ankauf insbesondere von Staatsanleihen noch wesentlich länger fortzusetzen. Um die Marktauswirkungen dieses Ausstiegs in Grenzen zu halten, dürfte sie die Absicht unterstreichen, die Leitzinsen noch für längere Zeit unverändert zu lassen. Die Analysten der DekaBank erwarten die erste Anhebung des Einlagensatzes nicht vor Mitte 2019 und einen entsprechend langsamen Anstieg der EONIA- und EURIBOR-Sätze. (Ausgabe Juni/Juli 2017) (14.06.2017/alc/a/a)