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EZB-Direktorin Schnabel bestätigt aktuelle EZB-Politik


01.09.20 11:01
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Nationale Inflationszahlen aus den größten Eurozone-Ländern haben gestern die weiter schwache Preisentwicklung des Vormonats fortgeführt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

So seien die Preise im Vergleich zum Vorjahr im August in Deutschland (-0,1%), Spanien (-0,5%) und Italien (-0,5%) weiterhin gedämpft. Die heutige Veröffentlichung der Eurozone-Inflation würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG mit -0,1% ebenfalls weiterhin gedämpft erwarten.

Hauptaugenmerk werde heute jedoch auf den PMI Sentimentindikatoren des verarbeitenden Gewerbes liegen. In Spanien und Italien hätten die vorläufigen Zahlen bereits eine Verbesserung (>50) angedeutet; dies stehe weiterhin im Kontrast zur schlechten Stimmung (<50) im Dienstleistungssektor (Do). Auch in den USA werde für den ISM Manufacturing PMI eine deutliche Verbesserung (54,5) erwartet. In China habe die endgültige Veröffentlichung des Caixin Manufacturing PMI bereits positive Signale senden können. Mit 53,1 sei nochmal eine stärkere Erholung als im Vormonat verzeichnet worden. Besonders die in diesem Jahr zum ersten Mal sich verbessernde Export-Auftragskomponente lasse wieder verstärkten Optimismus zu.

EZB-Direktorin Isabel Schnabel habe gestern die aktuelle Politik der EZB bestätigt. Die steigenden Covid-Fälle würden das aktuelle Basisszenario momentan nicht gefährden und so fühle man sich mit den bisher getroffenen Maßnahmen, wie dem PEPP-Volumen, weiterhin wohl. Des Weiteren habe sie hinzugefügt, dass die aktuelle EUR/USD-Entwicklung sie nicht beunruhige. Der Euro sei weiter angestiegen und liege aktuell bei 1,1990. Renditen & Risikoprämien seien in der Eurozone ebenfalls etwas angestiegen. Mit -0,396% sei die deutsche 10-jährige Rendite auf den höchsten Wert seit drei Monaten gestiegen. (01.09.2020/alc/a/a)