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EZB-Chef Draghi spricht heute in Frankfurt - Deutschland stockt Fixzinsanleihe 2028 auf


11.07.18 10:29
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA heizte gestern die US-Regierung den Handelskonflikt mit China weiter an, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Es sei die bisher längste Liste von Gütern vorgelegt worden, deren Einfuhr in Zukunft mit Strafzöllen belegt werden solle. Die Spannungen im Welthandel hätten sich auch in den gestrigen ZEW-Konjunkturerwartungen gespiegelt. Diese hätten im Juli für die Eurozone und Deutschland einen deutlichen Rücksetzer erlitten.

Euroskeptische Äußerungen von Europaminister Savona hätten gestern nur temporär für steigende Risikoprämien bei italienischen Staatsanleihen geführt. Vor einem Monat noch habe eine mögliche Ernennung Savonas zum Finanzminister eine regelrechte Krise am Euro-Staatsanleihemarkt ausgelöst. Das zeige, die Marktteilnehmer sähen darin inzwischen vor allem Rhetorik und würden ein Euro-Austrittsszenario für sehr unwahrscheinlich halten.

Von der heutigen Rede von Mario Draghi in Frankfurt könnten sich manche Marktteilnehmer Genaueres über den Zeitpunkt einer ersten möglichen Zinsanhebung erwarten. Immerhin biete die derzeitige Formulierung, die Leitzinsen sollten noch zumindest bis über den Sommer 2019 auf dem aktuellen Niveau gehalten werden, einigen Interpretationsspielraum.

Am Primärmarkt hätten gestern die Niederlande eine Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2028 um EUR 2,2 Mrd. zur Rendite von 0,471% aufgestockt. Deutschland habe EUR 750 Mio. über zwei inflationsindexierte Anleihen mit Laufzeit 2030 und 2046 platziert. Für heute habe Deutschland die Aufstockung einer Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2028 um EUR 4 Mrd. angekündigt. (11.07.2018/alc/a/a)