EZB: Anleihekäufe werden ab 1. November wiederaufgenommen


13.09.19 10:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat erwartungsgemäß den Einlagensatz für Banken auf -0,5% von -0,4% gesenkt, so die Analysten der Nord LB.

Damit würden sich die "Strafzinsen" für die Institute erhöhen, allerdings werde ein Staffelzins eingeführt. Damit nicht genug: Die im Dezember 2018 beendeten und äußerst umstrittenen Anleihekäufe würden ab 1. November mit monatlich 20 Mrd. EUR wiederaufgenommen.

Die Entscheidung der EZB, ab November wieder Anleihen zu kaufen, habe bei den deutschen Staatsanleihen kurzfristig ein Kursfeuerwerk ausgelöst, sei dann aber verpufft. Ein Grund: Draghi sehe die Gefahr einer Rezession in der Eurozone nur als gering an.

Nach anfänglichen Gewinnen seien die Kurse am US-Anleihenmarkt ins Minus gerutscht. Zehnjährige Treasury notiere bei 1,79% (1,75%).

Die Konsumentenpreise in den USA hätten zwar den 7. Monat in Folge angezogen. Mit einem Plus von nur 0,1% M/M im August sei die Jahresrate aber leicht auf 1,7% zurückgegangen. Der nachgebende Ölpreis sei ein wichtiger entlastender Faktor. Perspektivisch dürften sich aber Basiseffekte bemerkbar machen, die zusammen mit den US-Importzöllen für einen gewissen Preisauftrieb sorgen würden. Die Kernrate scheine zudem aufgrund der Lohnzuwächse eine Aufwärtstendenz aufzuweisen. Die FED werde am 19.09.dennoch die bereits gut vorbereitete Zinssenkung beschließen. (13.09.2019/alc/a/a)