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EWU-Produktion mit schwacher Erholung


12.04.18 11:15
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der Eurozone richtet sich der Blick heute zunächst auf die Industrieproduktion, so die Analysten der Helaba.

Die Vorgaben in den fünf großen Eurostaaten seien gemischt. So habe es rückläufige Produktionszaheln in Deutschland, Italien und den Niederlanden gegeben, während Frankreich und Spanien ein Plus hätten aufweisen können. Diese seien aber hinter den Konsensschätzungen zurückgeblieben und hätten die vorangegangenen Minuswerte nicht kompensieren können. In der Summe ergebe sich die Erwartung eines leichten Anstiegs, sodass die Markterwartung als weitegehend realistisch anzusehen sei. Die schwache Erholung des Monats Februar werde aber den Rückgang im Januar nicht ausgleichen, weshalb der bishgerige Quartalsverlauf der Produktion negativ sei.

Vor dem Hintergrund der jüngst gesunkenen Stimmungsindikatoren sei fraglich, ob der Märzwert für einen enstprechenden Ausgleich sorgen könne. Im Hinblick auf die EZB-Politik bleibe wohl zu konstatieren, dass bei der avisierten Rückführung des monetären Expansionsgrades kein Grund zur Eile bestehe. In diese Richtung dürfte auch das Sitzungsprotokoll der EZB vom März weisen. Einige Ratsmitglieder würden einem Ende des QEs im Verlauf des Herbstes 2018 das Wort reden, andere wiederum würden die Notwendigkeit eines fortgesetzten Stimulus hervorheben. Wesentliche Impulse auf das Marktgeschehen würden die Analysten nicht erwarten, denn die Erwartung, dass sich das Kaufprogramm allmählich dem Ende nähere, dürfte vorherrschend sein. Zinserhöhungen in diesem Jahr würden die Analysten gleichwohl nicht erwarten.

In den USA würden die Importpreise, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und das Bloomberg-Verbrauchervertrauen das konjunkturelle Bild abrunden. Aber auch hier würden die Analysten nicht mit einem hohen Einfluss auf das Marktgeschehen rechnen. (12.04.2018/alc/a/a)