EWU-Inflationsrate auf ihr niedrigstes Niveau seit Ende 2016 gefallen


04.04.18 11:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe Deutschlands ist im März von 60,6 auf 58,2 Punkte gesunken, berichten die Analysten von Postbank Research.

Damit sei der vorläufig gemeldete Wert von 58,4 Punkten leicht nach unten korrigiert worden. Der entsprechende Index für den Euroraum habe hingegen wie bereits vorab berichtet von 58,6 auf 56,6 Punkte nacgegeben. Damit befänden sich beide Indikatoren nach wie vor weit im expansiven Bereich. Ihren konjunkturellen Höhepunkt scheine die Industrie aber erst einmal überschritten zu haben.

Die EWU-Inflationsrate sei im Februar auf nur noch 1,1% und damit auf ihr niedrigstes Niveau seit Ende 2016 gefallen. Hierfür sei zum einen ein sich dämpfend auswirkender Basiseffekt aus dem Vorjahr verantwortlich gewesen. Zum anderen habe der Preisauftrieb bei Lebensmitteln überraschenderweise kräftig nachgegeben. Hinsichtlich beider Faktoren sollte es im März zu einer gewissen Gegenbewegung gekommen sein. Zudem dürfte die frühe Lage der Osterferien das Preisniveau leicht in die Höhe getrieben haben. Die Analysten von Postbank Research rechnen daher für März mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 1,4% und einer leichten Erhöhung der Kerninflationsrate auf 1,1%.

Der Datenverarbeiter ADP veröffentliche seine Schätzung über die Beschäftigungsentwicklung im privaten Sektor der US-Wirtschaft im März. Der Markt erwarte, dass ADP das Stellenplus auf 210 Tsd. veranschlage. Dies würde auf eine anhaltend solide Entwicklung des US-Arbeitsmarktes hinweisen.

Die US-Dienstleistungsunternehmen befänden sich in Hochstimmung. Der ISM-Serviceindex habe im Februar mit 59,5 Punkten ein sehr hohes Niveau erreicht. Die Euphorie hänge sicherlich mit der US-Steuerreform zusammen, die sich auch weiterhin positiv auswirken sollte. Auf der anderen Seite halten die Analysten von Postbank Research es für durchaus möglich, dass die großen US-Serviceunternehmen durch die drohende Eskalation des Handelskonfliktes der USA mit einigen wichtigen Handelspartnern verunsichert werden. Sie würden daher mit einem Rückgang des ISM-Serviceindexes auf 59,0 Punkte rechnen. (04.04.2018/alc/a/a)