EVN: Nächste Fälligkeit ist die 2011 begebene und am 13.04.2022 fällige 4,25%-Anleihe


14.10.20 11:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Als der Niederösterreichische Energieversorger erwirtschaftet die EVN AG (ISIN AT0000741053/ WKN 878279) (EVN; A1 (stab.)/A (neg.)) den Großteil ihres EBITDAs in Österreich (75%), so der Finanzanalyst Jürgen Walter von der Raiffeisen Bank International AG (RBI) Wien.

Weitere 20% kämen aus Süd-Osteuropa. Insgesamt sei man in 16 Ländern tätig, wobei der Fokus im Ausland je nach Land auf Strom- und Gasverkauf sowie Strom- und Wärmeproduktion liege. Weitere Geschäftsfelder würden in Niederösterreich Kabel-TV und Telekommunikation umfassen. Als zweites strategisches Standbein sei EVN auch im Umweltgeschäft (z.B. Trinkwasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen) weltweit tätig. Mit der Einstellung der Kohlestromproduktion am Standort Dürnrohr im letzten Jahr sei der grüne Anteil in der EVN Eigenstromproduktion zuletzt von 40% auf 60% angestiegen. Mit dem vergangenen Juli sei auch die Übernahme des 28,35% EVN-Anteils der EnBW durch die Wiener Stadtwerke GmbH von der Bundeswettbewerbsbehörde freigegeben worden.

Das integrierte Geschäftsmodell der EVN habe während der COVID-19 Thematik als stabilisierend gewirkt. Umsatzseitig sei in 9M 2019/20 daher ein Rückgang (-7% auf EUR 1,6 Mrd.) im Netzabsatz aufgrund eines geringeren Energieverbrauchs festzustellen. Operativ hingegen habe sich eine reduzierte Kostenbasis (v.a. Fremdstrombezug) als auch ein im Jahresvergleich höherer Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen positiv auf EBITDA (+18%) und EBIT (+20%) ausgewirkt. Cashflowseitig hätten jedoch die höheren unbaren Ergebnisbeiträge zu einem im Jahresvergleich um 14% niedrigeren operativen Cashflow (auf EUR 206 Mio.) geführt. Mit einem Net Gearing zuletzt von 23,6% verfüge EVN nach der Entschuldungsphase ab dem Geschäftsjahr 2011/12 über eine weiterhin relativ konservative Bilanzstruktur, die bei einem jährlichen geplanten Investitionsbudget von EUR 400 Mio. über die nächsten Jahre unterstützend wirken sollte.

Per 30. Juni 2020 weise EVN EUR 110 Mio. als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten aus und entspreche rund 9% der von den Analysten berechneten Bruttoverschuldung. Dieser stünden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 245 Mio. sowie Wertpapiere in Höhe von EUR 186 Mio. per 30. Juni 2020 gegenüber. Des Weiteren habe die EVN zu diesem Zeitpunkt über EUR 557 Mio. an vertraglich zugesagten, nicht gezogenen Kreditlinien verfügt. Das Unternehmen sei zuletzt diesen April mit einem grünen Schuldschein im Volumen von EUR 100 Mio. und mit einer Laufzeit von zehn Jahren am Kapitalmarkt aktiv gewesen. Die nächste Anleihefälligkeit der EVN sei die in 2011 begebene und am 13.04.2022 fällige 4,25% Anleihe im Volumen von EUR 300 Mio. (Ausgabe Oktober 2020) (14.10.2020/alc/a/a)
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