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EUR-Primärmarkt: Geringste Tätigkeit seit zehn Wochen


02.11.20 08:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Vor allem Unsicherheiten rund um die diese Woche bevorstehende US-Wahl und Sorgen um das Wirtschaftswachstum aufgrund vermehrter Lockdowns in Europa belasteten letzte Woche das Marktsentiment, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Mit einem wöchentlichen Gesamtvolumen von rund EUR 19 Mrd. am europäischen Primärmarkt präsentiere sich dieser per letzten Freitag mit der geringsten Tätigkeit seit zehn Wochen. Neben Avantor (EUR 650 Mio., 5NC2, Rendite: 2,625%, Emittentenratings: B1/BB-/BB-) sei am Freitag noch eine Emission von Aggregate Holdings (EUR 400 Mio., 5 Jahre, Rendite: 6,3875 %, kein Rating) zu beobachten gewesen.

Sekundärmarktseitig habe das steigende Risikobewusstsein letzte Woche zu höheren Risikoprämien bei den von der Raiffeisen Bank International AG verfolgten EUR-Credit-Benchmarkindices geführt. So hätten sowohl das Non-Financials- (Investment Grade: +4 BP auf 112 BP; High-Yield: +36 BP auf 487 BP) als auch das Financials-Segment (Senior: +8 BP auf 101 BP; Sub: +17 BP auf 208 BP) Credit-Spreadausweitungen im Wochenverlauf gezeigt.

Österreich: Ratingseitig habe am Freitag Fitch das BAWAG A--Rating bestätigt und im Anschluss aus kommerziellen Gründen das Rating für die Bank zurückgezogen.

Seitens der Berichtssaison wärden diese Woche aus der Coverage der Raiffeisen Bank International AG morgen AT&S AG und am Donnerstag Wienerberger AG sowie VERBUND AG ihre Zahlen zum abgelaufenen Quartal vorlegen. (02.11.2020/alc/a/a)