Erweiterte Funktionen

EURIBOR-Sätze noch etwas niedriger erwartet


08.05.20 10:15
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Bei ihrer Ratssitzung Ende April hat die EZB ihre beiden Wertpapierkaufprogramme unverändert gelassen, aber die Konditionen der Langfristtender TLTRO-III noch einmal nachgebessert und eine neue Serie unkonditionierter langfristiger Refinanzierungsgeschäfte angekündigt, so die Analysten der DekaBank.

Die Analysten würden davon ausgehen, dass die EZB das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) aufstocken und bis in das Jahr 2021 verlängern werde, sobald sich die EU-Staaten auf die Konditionen eines Wiederaufbaufonds geeinigt hätten. Demgegenüber würden sie nicht mit einer weiteren Senkung des Einlagensatzes rechnen, weil einige Ratsmitglieder einen solchen Schritt gerade zum jetzigen Zeitpunkt als riskant ansehen würden. Spreads der EURIBOR-Sätze gegenüber den laufzeitkongruenten EONIA-Swaps seien zwischenzeitlich angestiegen, würden sich mittlerweile aber wieder zurückbilden, unter anderem aufgrund der von der EZB nochmals verstärkten Liquiditätsmaßnahmen und nachlassender Verwerfungen am US-Dollar-Geldmarkt. Die Analysten würden auf Sicht der nächsten Monate noch etwas niedrigere EURIBOR-Sätze erwarten. (Ausgabe Mai 2020) (08.05.2020/alc/a/a)