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Duration von US-Staatsanleihen neutral - Bundesanleihen negativ


06.05.20 12:15
Eurizon Asset Management

Luxembourg (www.anleihencheck.de) - Die Finanzmärkte haben sich in einem Umfeld gesunkener Volatilität in den vergangenen Wochen erholt, so die Experten von Eurizon Asset Management.

Die Entwicklung sei gestützt worden durch eine Kombination aus positiven Nachrichten über die Eindämmung des Coronavirus auf globaler Ebene und äußerst resoluten wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Eindämmung der negativen Shutdown-Auswirkungen.

Solange die Shutdowns in Kraft seien, dürfte die Kombination aus einer Ansteckungsverlangsamung und wirtschaftspolitischen Reaktionen es den Anlegern erlauben, sich mit der Beurteilung der Wirtschaftszahlen bedeckt zu halten. Denn zunehmend werde eine sehr starke Abschwächung der Wirtschaft deutlich.

Ab der zweiten Maihälfte und im Juni, wenn die Social-Distancing-Maßnahmen gelockert würden, werde sich die Aufmerksamkeit jedoch wahrscheinlich auf die Folgen des Wiederanlaufens der Wirtschaft verlagern. In diesem Zusammenhang werde es zwei Themenschwerpunkte geben: Den tatsächlichen Erholungsgrad der Wirtschaftstätigkeit, der in hohem Maße davon abhängen werde, welche Social-Distancing-Maßnahmen beibehalten werden müssten, und die Gefahr neuer Ansteckungen.

Im Ausblick für die Eurizon-Portfolios werde US-Duration mit neutral beurteilt, die Einschätzung von Staatsanleihen aus Deutschland und den "Quasi-Core-Staaten" der Eurozone falle indes negativ aus. Bei den Staatsanleihen der "Non-Core-Staaten" belassen wir unsere Beurteilung bei positiv, so die Experten von Eurizon Asset Management.

Für Spread-Märkte werde eine Übergewichtung vorgenommen: Die bereits im April begonnene Aufstockung der Positionen betreffe hauptsächlich die von den Zentralbanken unterstützten Segmente, also zunächst Investment Grades und danach High Yields.

Aktien würden angesichts des nach wie vor unsicheren kurzfristigen Umfelds, in dem es unwahrscheinlich erscheine, dass die dynamische Entwicklung der Märkte der vergangenen Wochen eine Fortsetzung finde, mit neutral beurteilt. In jedem Fall werde weiterhin ein flexibler Managementansatz verfolgt, bei dem mögliche Korrekturen im Hinblick auf eine allmähliche Erhöhung der Positionen bewertet würden.

Aktien würden weiterhin mit neutral beurteilt. Kurzfristig seien die Aussichten noch ungewiss und es scheine nicht sehr wahrscheinlich, dass sich der Markt weiterhin so entwickle wie in den vergangenen Wochen. In jedem Fall werde ein flexibler Managementansatz beibehalten, bei dem mögliche Korrekturen im Hinblick auf eine allmähliche Erhöhung der Positionen bewertet würden. Es gelte nach wie vor die folgende geografische Präferenz: 1. USA und Schwellenländer, 2. Japan, 3. Europa und Pazifik ohne Japan.

Die Beurteilung für die Duration von US-Staatsanleihen falle weiterhin neutral aus. Bundesanleihen und Schuldtitel der "Quasi-Core-Staaten" der Eurozone würden indes negativ beurteilt. Dadurch würden sich die Portfolioeingriffe des vergangenen Monats bestätigen. Die Übergewichtung von "Non-Core-Titeln" der Eurozone werde bestätigt.

Was die Anleihe-Spreads anbetreffe, falle die Beurteilung für die Spread-Märkte positiv aus. Die Anhebung von Positionen, die bereits im Laufe des April begonnen habe, habe vorrangig die von den Zentralbanken unterstützten Segmente betroffen, also zunächst Investment Grades und danach High Yields. Hieraus ergebe sie die folgende neue Präferenz: 1. Investment Grade, 2. High Yield, 3. Schwellenländer.

Der Japanische Yen werde positiv beurteilt. Hierdurch würden sich die im Laufe des April vorgenommenen Portfolioeingriffe bestätigen. (06.05.2020/alc/a/a)