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Deutschland plant Aufstockung inflationsindexierter Anleihe 2030


08.01.19 08:48
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die amerikanisch-chinesischen Handelsgespräche in Peking sind heute in den zweiten Tag gegangen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Einzelheiten seien bisher nicht durchgesickert. US-Handelsminister Ross, der selbst nicht an den Gesprächen teilnehme, habe gesagt, die Aussichten für ein Abkommen seien gut. Zur Untermauerung habe er hinzugefügt, der Umstand, dass China in großem Stil Sojabohnen aus den USA kaufe, sei hilfreich.

Angesichts der Tatsache, dass Präsident Trump nicht weniger vorhabe, als mit einem Abkommen das riesige US-Handelsbilanzdefizit abzubauen, den (erzwungenen) Technologietransfer amerikanischer Unternehmen zu stoppen, freien Marktzugang für US-Unternehmen zu gewährleisten und die chinesischen Pläne zur Erlangung der Marktführerschaft in den wichtigsten Technologiebereichen zurückzudrängen, erscheine der Kauf von Sojabohnen allerdings nicht gerade als das, was man als einen Sieg auf ganzer Linie bezeichnen würde. US-Präsident Trump stehe offenbar enorm unter Druck, irgendeinen Erfolg vorzuweisen. Hierfür sprächen auch Meldungen, dass die Pläne zur Ausrufung des nationalen Notstands weit fortgeschritten seien. Auf diese Weise erhoffe sich Trump offenbar, den Governemnt Shutdown beenden zu können, ohne den Demokraten beim Thema Grenzmauer entgegenkommen zu müssen.

Österreich werde heute zwei Fixzinsanleihen mit Fälligkeit im Jahr 2028 bzw. 2047 aufstocken. Es sollten EUR 1,265 Mrd. aufgenommen werden. Deutschland plane die Aufstockung einer inflationsindexierten Anleihe mit Laufzeit bis 2030. Das mit einem Kupon von 0,5% ausgestattete Papier solle bis zu EUR 0,5 Mrd. einbringen. Schließlich würden die Niederlande eine Fixzinsanleihe mit Fälligkeit im Juli 2023 um EUR 1,25 Mrd. bis 1,75 Mrd. aufstocken. (08.01.2019/alc/a/a)