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Deutscher Staatsanleihenmarkt weitgehend ruhig


15.05.20 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Am Markt für deutsche Staatsanleihen blieb es weitgehend ruhig, so die Analysten der Nord LB.

Am Berichtstag veröffentlichte Konjunkturdaten hätten nicht die Kraft gehabt, große Bewegungen in Gang zu setzen.

Deutsche Teuerungsrate im April endgültig bei 0,9% (März: +1,4%) und damit leicht über der Erstschätzung von 0,8%: Vor allem niedrige Energiepreise hätten für den Rückgang zum Vormonat gesorgt. Klammere man diese aus, hätte die Inflation wegen gestiegener Nahrungsmittelpreise bei 1,6% gelegen.

Die EZB sehe in Q2 einen massiven Einbruch der Konjunkturi m Euro-Raum. Bereits in Q1 sei die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 3,8% zurückgegangen, obwohl die Einschränkungen wegen Corona erst im März angelaufen seien. "Der starke Konjunkturabschwung im April lässt darauf schließen, dass die Auswirkungen in Q2 noch gravierender sein dürften", heiße es. EZB-Vizepräsident de Guindos zufolge habe der Euro-Raum inzwischen bei der Wirtschaftsaktivität den Tiefpunkt erreicht. Er rechne mit einer Erholung im zweiten Halbjahr.

Die erneut schwachen US-Arbeitsmarktdaten und die negative Stimmungsmache Trumps gegen China hätten Anleger bei US-Staatsanleihen zugreifen lassen. (15.05.2020/alc/a/a)