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Deutscher Staatsanleihenmarkt positiv beeinflusst durch Stabilisierung bei US-Anleihen


14.01.21 09:40
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die jüngste Stabilisierung bei US-Anleihen hat auch den Markt für deutsche Staatsanleihen positiv beeinflusst, so die Analysten der Nord LB.

US-Staatsanleihen seien gestern gefragt gewesen. So sei die Rendite der zehnjährigen Treasuries von 1,15% auf 1,10% gesunken.

Die US-Konsumentenpreise hätten im Dezember um 0,4% M/M angezogen, sodass die Inflationsrate auf 1,4% Y/Y zugelegt habe. Hätten die Preisdaten in 2020 im Grunde keine Rolle gespielt, dürften sie im Verlauf von 2021 etwas stärker beachtet werden: So würden die Analysten mit einem Anziehen der US-Inflationsrate im Sommer in Richtung 3% rechnen. Diese mittelfristigen Perspektiven würden bereits einen Teil des in den vergangenen Tagen beobachtbaren Höhenflugs der Renditen von Staatsanleihen erklären - vor allem in den USA.

Renditetreibend hätten sich zudem die konjunkturellen Implikationen ausgehend von den Senatswahlen und der gestarteten Impfkampagne ausgewirkt. Selbst, wenn für 2021 von einem weiteren (basisbedingten) Anziehen der Inflationsraten auszugehen sei, würden die Analysten dies als ein vor allem vorübergehendes Phänomen und für die Notenbanker noch längere Zeit nahezu vernachlässigbares Problem ansehen. Nichtsdestotrotz würden die konjunkturellen Aussichten im zweiten Halbjahr 2021 für einen sukzessiven Renditeanstieg sprechen, der nach Prognosen der Analysten aber nur langsam(er) als zuletzt erfolgen werde. (14.01.2021/alc/a/a)