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Deutsche und US-Staatsanleihen ohne große Veränderungen


04.01.21 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Das Wachstum der chinesischen Industrie hat sich im Dezember fortgesetzt, ist aber gegenüber November leicht gefallen, berichten die Analysten der NORD/LB.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe (PMI) sei auf 51,9 von 52,1 gefallen, wie das nationale Statistikbüro NBS bekannt gegeben habe. Chinas Industriesektor habe sich damit dank der überraschend starken Exporte zwar weiter von den Einbrüchen infolge des Coronavirus-Ausbruchs erholen können, aber unter dennoch vor allem unter den erneuten Lockdown-Maßnahmen bei weltweiten Handelspartnern gelitten.

China kürze 2021 die Zuwendungen für Elektroautos um 20%. Für Autos und Busse für den öffentlichen Sektor gebe es 10% weniger Zuschüsse. Subventionen und Steuernachlässe solle es aber auch 2022 noch geben. China erwarte, dass der Absatz der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben 2021 auf 1,8 Millionen steige, nach 1,3 Millionen in diesem Jahr. Der Staat wolle, dass 2025 rund 20% (2020: 5%) der verkauften Autos alternative Antriebe hätten.

Die US-Regierung drehe im Streit über Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing wieder an der Zollschraube. Auf Einfuhren von Flugzeugbauteilen, bestimmte Weine sowie Cognacs und andere Brände aus Deutschland und Frankreich würden nun Abgaben erhoben, habe das Büro des US-Handelsbeauftragten mitgeteilt. Einzelheiten würden "in Kürze" bekannt gegeben. Die EU habe zuvor Zölle gegen die Vereinigten Staaten falsch berechnet, die nach einem Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) vom September im laufenden Streit zulässig gewesen seien, habe es geheißen.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sei überraschend die zweite Woche in Folge gefallen. Insgesamt hätten vorige Woche 787.000 (-19.000) Amerikaner einen Antrag auf staatliche Hilfe gestellt.

Bei einem sehr umsatzarmen Geschäft seien deutsche Staatsanleihen am letzten Handelstag des Jahres ohne große Veränderungen aus dem Handel gegangen. US-Staatsanleihen hätten sich ebenfalls nur geringfügig bewegt. Auch hier hätten sich die Anleger zurückgehalten. Uneinheitlich ausgefallene Konjunkturdaten hätten ein Übriges getan. (04.01.2021/alc/a/a)