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Deutsche und US-Staatsanleihen mit Kursgewinnen


20.11.20 10:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der Finanzmarkt lebt in einem Wechselbad zwischen Bangen und Hoffnung, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Einerseits zeichne sich eine Impfung gegen das Coronavirus spätesten im Frühjahr ab. Andererseits sei das unmittelbare wirtschaftlich Risiko klar nach unten gerichtet. In den USA würden die steigenden COVID-Fallzahlen zu immer mehr regionalen Beschränkungen führen. Passend dazu sei gestern bekannt geworden, dass zuletzt die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe leicht angestiegen seien, die regionale Konjunkturumfrage für den Raum Philadelphia habe einen Rückgang verbucht. Auch in der Eurozone würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG bei der heute anstehenden Schnellschätzung des Konsumentenvertrauens angesichts der verstärkten wirtschaftlichen Beschränkungen zur Eindämmung neuer Coronavirus-Erkrankungen mit einer merklichen Eintrübung der Stimmung rechnen.

Die unmittelbar negativen Aussichten seien zuletzt nicht spurlos am Markt vorbeigegangen und so hätten sichere Häfen wie deutsche und US-Staatsanleihen Kursgewinne verbucht.

Am Ratingkalender seien heute Portugal (BBB(s)) bei Fitch und Lettland (A3(s)) bei Moody‘s vermerkt.

Am Primärmarkt habe gestern Frankreich Fixzinsanleihen mit Laufzeit 05/2023, 02/2026 und 10/2027 zu einer durchschnittlichen Rendite von -0,71%, -0,62%, und -0,57% begeben. Zudem habe das Trésor inflationsindexierte Bonds mit Laufzeit 03/2026, 03/2036 und 07/2036 zu einer Rendite von -1,29%, -0,94% und -1,14% emittiert. Die Auktionen seien 1,9- bis 4,1-fach überzeichnet gewesen, das zugeteilte Volumen habe in Summe EUR 10 Mrd. betragen. Spanien habe Anleihen mit Fälligkeit 01/2026 und 07/2027 zu einer durchschnittlichen Rendite von -0,414% und -0,273% aufgestockt. Bei einer bid/cover von 2 und 7,22 sei eine Gesamtsumme von EUR 1,84 Mrd. platziert worden. (20.11.2020/alc/a/a)