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Deutsche, österreichische und niederländische Staatsanleihen bleiben als sichere Häfen gefragt


03.10.18 11:19
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA steht heute der ISM Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe an, berichten die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die Analysten würden für September mit einer weiteren Stimmungsaufhellung rechnen. Auch der ADP-Beschäftigungsbericht dürfte mit Blick auf den Arbeitsmarktbericht am Freitag gewisse Beachtung finden. In der Eurozone bleibe die Situation in Italien weiterhin sehr angespannt. Die Risikoprämie gegenüber der deutschen Benchmark habe gestern den höchsten Wert seit vier Jahren erreicht und sei nun nach Griechenland die höchste des Euroraums. Ein ohnehin als notorischer Eurokritiker bekannter Lega-Abgeordnete habe offenbar erneut einen Euroaustritt ins Spiel gebracht. Das zeige wie nervös die Marktteilnehmer inzwischen auf die Nachrichtenlage in Italien reagieren würden.

Als sichere Häfen würden deutsche, österreichische und niederländische Staatsanleihen gefragt bleiben. Die Situation in Italien werde aber weiter als isoliertes Risiko gepreist. Spanische und portugiesische Staatsanleihen würden weiterhin kaum Zeichen von Ansteckung zeigen. Laut Medienberichten sei die italienische Regierung nun bereit für 2021 ein Defizit von 2,0% statt 2,4% anzusetzen. Dies könnte ein erstes Entspannungssignal gewertet werden. Der Euro habe daraufhin bereits deutlich zugelegt und notiere heute Morgen zum USD bei knapp 1,16.

Am Primärmarkt habe gestern Österreich zwei Anleihen platziert: EUR 550 Mio. mit Laufzeit 2023 zur Rendite von -0,08% und EUR 450 Mio. mit Laufzeit 2028 zur Rendite von 0,61%. Beide Emissionen seien mit einem bid-cover von 2,7 deutlich überzeichnet gewesen. (03.10.2018/alc/a/a)