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Deutsche Staatsanleiherenditen (10J) klettern über die Marke von 0,40%


11.09.18 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Befürchtungen, Großbritannien könnte auf einen "harten" Brexit zusteuern, wurden gestern zurückgedrängt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

So habe Michel Barnier (Brexit-Unterhändler der EU) mit der Aussage aufhorchen lassen, eine Einigung mit Großbritannien sei in den nächsten sechs bis acht Wochen realistisch, was für den fristgerechten Abschluss der parlamentarischen Prozesse jedoch auch notwendig sei. Das GBP habe daraufhin gegenüber dem EUR als auch USD zulegen können. Die Aussagen Barniers und die anhaltende Entspannung in Sachen Italien hätten deutsche Staatsanleiherenditen (10J) über die Marke von 0,40% klettern lassen. Dabei habe das Sentix Investorenvertrauen am Vormittag wie von den Analysten der Raiffeisen Bank International AG prognostiziert einen stärkeren Rückgang als vom Konsens erwartet verzeichnet.

In Sachen Handelskonflikt(e) stünden heute abermals Gespräche zwischen den USA und Kanada auf dem Programm, ein gestriges Treffen zwischen dem US-Handelsbeauftragten und der EU-Handelskommissarin wiederum sei dem Vernehmen nach konstruktiv verlaufen, jedoch seien keine konkreten Ergebnisse erzielt worden.

Hinsichtlich der heutigen Datenveröffentlichungen seien lediglich die ZEW-Umfragen in
Deutschland und der Eurozone erwähnenswert. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des
Rückgangs beim Sentix würden sich die Analysten der Raiffeisen Bank International AG in der Erwartung eines klaren Rückgangs beider Umfragen bestätigt sehen.

Auf dem Primärmarkt hätten sich für heute die Niederlande (10J, 20J) mit Anleihen sowie Spanien (6M, 12M), Belgien (3M, 12M), Malta (9M) und Slowenien mit Geldmarktpapieren angekündigt. (11.09.2018/alc/a/a)