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Deutsche Staatsanleihenkurse zugelegt - US-Staatsanleihen gesucht


05.01.21 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Wirtschaft von Singapur erlitt wegen der Corona-Krise 2020 die schlimmste Rezession in ihrer Geschichte, berichten die Analysten der NORD/LB.

Das BIP sei um 5,8% gesunken. Die Regierung des Stadtstaates habe sogar mit einem Rückgang von bis zu 6,5% gerechnet.

Die Industrie in China sei im Dezember langsamer gewachsen als erwartet. Der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex (PMI) sei im Dezember auf 53,0 (November: 54,9) Punkte gefallen. Analysten hätten mit einem geringeren Rückgang gerechnet.

Der Aufschwung in der Industrie zum Jahresende habe die Kurzarbeit in Deutschland im Dezember leicht zurückgehen lassen. Laut einer ifo-Umfrage unter 7.000 Unternehmen seien zum Jahresschluss 1,95 (Nov.: 1,98) Millionen Menschen in Kurzarbeit gewesen. Während in der Industrie die Kurzarbeit über alle Branchen gesunken sei, habe sich der Corona-Lockdown im Einzelhandel und im Gastgewerbe besonders negativ bemerkbar gemacht.

Der Markit-Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie sei trotz Corona-Pandemie im Dezember um 0,5 Punkte auf 58,3 Zähler gestiegen und habe damit den höchsten Wert seit Februar 2018 erreicht. Die meisten Hersteller würden inzwischen optimistisch auf das Jahr 2021 blicken. "Mit der Zulassung von Impfstoffen erhoffen sich viele, dass die Pandemie die Nachfrage immer weniger behindern wird und die Investitionsausgaben steigen werden", habe es geheißen. Auch in der Euro-Zone sei es mit dem entsprechenden Index aufwärts gegangen: Dieser habe um 1,4 auf 55,2 Punkte zugelegt.

Die Corona-Krise habe 2020 den langfristigen Aufwärtstrend am deutschen Arbeitsmarkt beendet. Im Jahresdurchschnitt 2020 seien rund 44,8 Mio. Personen erwerbstätig gewesen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes habe die Zahl damit um 477.000 oder 1,1% niedriger als 2019 gelegen. Dienstleister hätten mit einem Rückgang um 281.000 den stärksten Arbeitsplatzabbau gehabt.

Die Stimmung der Verbraucher bleibe durch die hohen Corona-Neuinfektionszahlen auch zu Jahresbeginn getrübt. Das Konsumbarometer des Einzelhandelsverbandes HDE für die kommenden Monate sei zum dritten Mal in Folge gesunken. "Die Verbraucher wollen in den ersten Monaten nach dem Jahreswechsel mehr sparen, ihre Anschaffungsneigung geht weiter zurück," habe es vom HDE geheißen.

Nach einem verhaltenen Start hätten die Kurse deutscher Staatsanleihen im Handelsverlauf zugelegt. Weder die positiven Einkaufsmanager-Daten für Dezember, noch eine freundliche Stimmung an den Aktienmärkten hätten die Zinspapiere stoppen können. Geholfen habe zudem die schwächere Tendenz der US-Börsen. Die Abgaben am Aktienmarkt hätten dafür gesorgt, dass US-Staatsanleihen im Handelsverlauf gesucht worden seien. (05.01.2021/alc/a/a)