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Deutsche Staatsanleihen unter Druck


08.01.21 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Nach einem etwas schwächeren Beginn haben sich deutsche Staatsanleihen zunächst in den Plusbereich vorgekämpft, so die Analysten der Nord LB.

Letztlich seien sie allerdings durch die Euphorie an den Finanzmärkten erneut unter Druck geraten.

Nach Einschätzung der EZB setze die zweite Pandemiewelle der Wirtschaft im Euro-Raum deutlich zu. Die Währungshüter würden davon ausgehen, dass die Wirtschaftsleistung in Q4/2020 geschrumpft sei. Im Verarbeitenden Gewerbe könne sich die Aktivität zwar weiterhin gut behaupten. "Im Dienstleistungssektor jedoch wird sie durch den Anstieg der Infektionszahlen und die neuerlichen Einschränkungen der sozialen Kontakte und der Mobilität massiv beeinträchtigt", habe es im Bericht der Währungshüter geheißen. Daten und eigene Wirtschaftsprognosen hätten darauf hingedeutet, dass die kurzfristigen ökonomischen Folgen der Pandemie stärker ausfallen würden als bisher angenommen.

Die Verbraucherpreise im Euro-Raum seien im Dezember den fünften Monat in Folge ins Minus gerutscht. Binnen Jahresfrist sei die Inflation um 0,3% zurückgegangen, habe Eurostat mitgeteilt. Bereits in den Vormonaten habe der Preisverfall bei -0,3% gelegen. Grund für den Rückgang seien vor allem erneut die Energiepreise gewesen.

Die Kurse der US-Staatsanleihen hätten weiter nachgegeben. Die Aussicht auf zusätzliche Staatsausgaben unter dem designierten US-Präsidenten Biden habe für die Rückgänge gesorgt. (08.01.2021/alc/a/a)