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Deutsche Staatsanleihen mit leichten Kursaufschlägen


14.03.18 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die OECD rechnet trotz der Unwägbarkeiten eines Handelskonfliktes mit den USA aktuell mit einem WeltwirtschaftsWachstum von 3,9% (bisher: +3,6%) im laufenden Jahr, so die Analysten der Nord LB.

Dies wäre das stärkste Wachstum seit sieben Jahren. Die Anhebung der Prognose sei mit den erwarteten positiven Folgen der US-Steuersenkung begründet worden. Die Konsumentenpreise in den USA seien im Februar um 0,2% M/M im Rahmen der Erwartungen gestiegen. Die Inflationsrate notiere bei etwas gestiegenen 2,2%. Die Kernrate habe bei 1,8% Y/Y stagniert, sodass die wichtige Marke von 2,0% nicht stärker in den Fokus rücke. Insgesamt würden die Argumente für die FED reichen, auf der kommenden FOMC-Sitzung am 21.03. zu handeln und die nächste Leitzinsanhebung vorzunehmen. Für 2018 würden die Analysten mit insgesamt drei Rate Hikes rechnen - die anhaltend niedrige Kernrate unter 2,0% spreche für ein Abwarten im Herbst. Letztlich könnten angesichts der soliden Konjunktur und des Fiskalimpulses auch vier Zinsschritte nicht ganz ausgeschlossen werden.

Die internationale Antwort auf die Zölle der US-Regierung könnte sowohl den Konjunktur- als auch den Inflationspfad und damit auch die geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve im weiteren Verlauf des Jahres durchaus mit beeinträchtigen. Nach der Stahl- und Aluminiumindustrie nehme US-Präsident Trump nun offenbar auch den Handel mit China ins Visier. Geplant seien Importzölle im Volumen von bis zu 60 Mrd. USD auf chinesische Waren zu verhängen. Ziel sei der Technologie- und Telekommunikationssektor.

Die deutschen Staatsanleihen seien gestern mit leichten Kursaufschlägen aus dem Handel gegangen. Die zuvor mit Spannung erwarteten Zahlen der US-Konsumentenpreise seien am Markt ohne klare neue Richtung verpufft. Die US-Staatsanleihen seien gestern gefragt gewesen. Die als sicher geltenden Staatspapiere hätten von dem schwachen US-Aktienmarkt profitiert. Zweijährige Anleihen seien unverändert geblieben. Alle weiteren Laufzeiten hätten zugelegt. Zehnjährige Anleihen seien bspw. um 8/32 Punkte auf 99 7/32 Punkte gestiegen. (14.03.2018/alc/a/a)