Deutsche Staatsanleihen erneut unter Druck


11.10.18 10:45
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die deutschen Staatsanleihen gerieten gestern erneut unter Druck, so die Analysten der Nord LB.

Das derzeit bestimmende Thema Italien strahle weiterhin auch auf den deutschen Anleihemarkt aus. So sei der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) von 158,09 auf 157,88 Punkte gesunken. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen habe bei 0,55% gelegen nach 0,54% am Vortag.

In Italien habe sich der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini mit den Worten geäußert, dass es keine Abstriche bei den Haushaltsplanungen geben werde. Die Kurse der italienischen Papiere seien nach einer Berg und Talfahrt erneut unter Druck geraten.

Anders habe es am amerikanischen Anleihemarkt ausgesehen. US-Staatsanleihen hätten zur Wochenmitte ihre Anfangsverluste ausgleichen und ins Plus drehen können. Die schwächer als erwartet gestiegenen Erzeugerpreise hätten dabei keine große Rolle gespielt. Vielmehr habe ein erneutes Wettern von Trump Bewegung in die Kurse gebracht. "Ihm gefalle nicht, was die FED mache", oder "Ich denke, die FED ist verrückt geworden", sei von ihm zu hören gewesen. (11.10.2018/alc/a/a)