Erweiterte Funktionen

Deutsche Staatsanleihen erneut gefragt


13.05.22 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Staatsanleihen waren vor dem Hintergrund der schwächeren Aktienmärkte erneut gefragt, so die Analysten der Nord LB.

US-Treasuries hätten ihre Kursgewinne ebenfalls ausbauen können.

Aufgrund von Sanktionen seien die deutschen Exporte nach Russland im März eingebrochen. Wie Destatis mitgeteilt habe, seien Waren im Wert von 1,0 Mrd. EUR nach Russland exportiert worden, ein Minus von 58,7% im Vergleich zum Vorjahr. Große Rückgänge hätten die Exporte von Maschinen, die auf Jahressicht um 73,6% auf 165,8 Mio. EUR gesunken seien, und die Exporte chemischer Erzeugnisse, die um 40,9% auf 158,7 Mio. EUR rückläufig gewesen seien, verzeichnet. Die Importe dagegen seien aufgrund erhöhter Rohstoffpreise um 77,7% auf 4,4 Mrd. EUR stiegen. Die eingeführte Menge von Erdöl und Erdgas aus Russland sei im März gegenüber dem Vorjahresmonat jedoch um 27,8% zurückgegangen.

Stark gestiegene Getreidepreise hätten unter anderem dazu geführt, dass die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte so stark zugenommen hätten wie nie zuvor. Destatis zufolge hätten die Preise im März um 34,7 Prozent angezogen (15,1 Prozent im Februar). Vor allem pflanzliche Produkte hätten sich verteuert.

Heute würden in den USA vorläufige Daten zur Entwicklung des Verbrauchervertrauens der University of Michigan gemeldet. Im April hätten die Befragungsteilnehmer ihre persönliche Finanzsituation wieder freundlicher eingeschätzt, was dem Stimmungsindikator etwas Auftrieb gegeben habe. Die negativen Auswirkungen der Inflation auf die Kaufkraft der privaten Haushalte bleibe aber ein zentrales Problem. (13.05.2022/alc/a/a)