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Deutsche Staatsanleihen: Kurse etwas unter Druck geraten


11.02.21 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Nach einem bewegungsarmen Vormittag sind die Kurse deutscher Staatsanleihen etwas unter Druck geraten, so die Analysten der Nord LB.

Die Inflationsdaten aus den USA seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Kurse der US-Staatsanleihen hätten in diesem Umfeld zugelegt.

Die US-Konsumentenpreise hätten im Januar um 0,3% M/M angezogen, sodass die Inflationsrate bei 1,4% stagniert habe. Hätten die Preisdaten in 2020 keine Rolle gespielt, dürften sie in 2021 stärker beachtet werden: So würden die Analysten mit einem Anziehen der US-Inflationsrate im Verlauf des zweiten Quartal auf über 3% rechnen. Erhöhte Inflationserwartungen würden derzeit auch die US-Renditen höher treiben. Die Analysten möchten aber klar unterscheiden zwischen diesem kurz- und einem mittelfristigen Effekt: In der Tat seien statistische Basiseffekte im Frühjahr absehbar, die wie höhere Öl- und Benzinpreise und eine hoffentlich steigende Konsumnachfrage zu einem Preisanstieg beitragen würden. Das alles sollte im Sommer niemanden überraschen. Mittelfristig jedoch würden die Analysten derzeit kursierende Inflationsängste für übertrieben halten.

Das Ende der temporären Mehrwertsteuer-Senkung habe die Verbraucherpreise in Deutschland im Januar nach endgültigen Zahlen um 1,0% zum Vorjahr und damit so stark wie seit zehn Monaten nicht mehr steigen lassen. Dabei hätten sich die Preise für Nahrungsmittel um 2,2% erhöht, während Energie um 2,3% günstiger zu haben gewesen sei. (11.02.2021/alc/a/a)