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Deutsche Staatsanleihen: Gegenbewegung nach drei Tagen mit Kursverlusten


14.10.21 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Nach drei Tagen mit Kursverlusten hat am Markt für deutsche Staatsanleihen zur Wochenmitte eine Gegenbewegung eingesetzt, so die Analysten der Nord LB.

US-Staatsanleihen hätten ihre zwischenzeitlichen Verluste (nach Meldung der neuen Inflationszahlen) ausbügeln können.

Die US-Konsumentenpreise seien im September um 0,4% M/M angestiegen, die Inflationsrate habe auf das Jahreshoch bei 5,4% Y/Y angezogen. Die bisherigen Preistreiber wie Gebrauchtwagen, Hotelübernachtungen und Flüge würden zwar gewisse Normalisierungen erfahren. Auch könnten entlastende Basiseffekte verzeichnet werden, die einen erneuten Inflationsanstieg verhindern würden. Doch richtig abwärts gehe es mit der Inflationsrate halt auch nicht: Ein wesentlicher Grund seien die gestiegenen Energiepreise. Aber auch Güterengpässe, Lieferunterbrechungen, Hafenschließungen, Containermangel würden den Preisdruck hoch halten. So würden die Analysten mit hohen Inflationsraten von über 5% (viertes Quartal), 4% (erstes Quartal 2022) und 3% (zweites Quartal 2022) rechnen.

Auch nach endgültigen Daten habe die deutsche Teuerung im September erstmals seit 28 Jahren die 4%-Marke überschritten. Vor allem die enorm gestiegenen Energiepreise hätten die Inflationsrate auf 4,1% getrieben. (14.10.2021/alc/a/a)