Deutsche Inflationsrate steigt im Juli auf 1,7% - Preisdynamik in den USA lässt deutlich nach


11.08.17 11:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche moderat von 241 auf 244 Tsd. gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Das anhaltend niedrige Niveau sei damit abermals bestätigt worden. Auch weiterhin gebe es keine Anzeichen, dass sich hieran auf absehbare Zeit Wesentliches ändern sollte.

Die deutsche Inflationsrate sei im Juli von 1,6% auf 1,7% gestiegen. Dies habe das Statistische Bundesamt heute Morgen mit der Veröffentlichung der endgültigen Daten bestätigt. Verantwortlich für diesen Anstieg seien vor allem die Energiepreise gewesen. Diese hätten sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 0,9% erhöht, nachdem sie im Juni stagniert hätten. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln habe sich zwar von 2,8% auf 2,7% ermäßigt, sei damit aber weit überdurchschnittlich geblieben. Die Teuerungsrate bei Dienstleistungen habe bei 1,7% verharrt. Die hierin enthaltenen Wohnungsmieten hätten sich wie im Vormonat um 1,8% verteuert.

Die Preisdynamik in den USA habe sich in den letzten Monaten deutlich abgeschwächt. So
sei die US-Inflationsrate von ihrem Zwischenhoch im Februar (2,8%) auf zuletzt nur noch
1,6% gesunken. Dies sei aber nur teilweise den ausgelaufenen Basiseffekten aus der Energiepreisentwicklung zuzuschreiben, da auch die Kerninflationsrate im gleichen Zeitraum kräftig von 2,2% auf 1,7% nachgegeben habe. Für Juli würden die Analysten im Vormonatsvergleich wieder mit einer etwas stärkeren Preisdynamik rechnen. Ohne einen maßgeblichen Aufwärtsimpuls seitens der Energiepreise dürften Verbraucher- und Kernverbraucherpreise um jeweils 0,2% zulegen. Die Vorjahresveränderungsraten würden damit auf jeweils 1,8% steigen. (11.08.2017/alc/a/a)